Underbergs Reise, Teil 4: Lästige Reisegruppe…

„Wie weit noch, Hauptmann?“
Eine kleine Gruppe von Männern quälte sich durch den Schnee, etwa eine Tagesreise von Eckhartsweiler entfernt.
„Nun, Luftlinie noch eine Tagesreise etwa. Wir müssen aber noch über die Berge. Schwierig zu sagen. Wir können froh sein, dass es aufgehört hat zu schneien.“
Underberg brummte. Er straffte sein Reisebündel und lief weiter.
„Wie lästig diese Reisegruppe doch ist. Allein käme ich allemal schneller voran“, dachte sich der Magister.
„Aber die Vorschriften und sein Stand verbieten dies.“
Joachim wurde nicht müde dies „anzumerken“.
„Es seien schließlich unzivilisierte Nordmänner, welche Er aufsucht. Eine Eskorte ist da unabdingbar.“
Underberg lauschte dem Gezeter des Mannes, welches in seinem Kopf nachhallte. Er fragte sich, wann Joachim das letzte Mal in der Hauptstadt gewesen war. Wilde gab es überall. Der Spähtrupp ließ sie anhalten: Ein Felsvorsprung, geschützt vor Wind und Schnee, lud zur Rast ein. Der Magister ließ sich in einer trockenen Ecke fallen und trank einen Schluck Schwarzen. Dann schloss er die Augen.
„So lästig“ murmelte er noch. Dann schlief er ein.

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