Underbergs Reise, Teil 3: Schiffbruch

Es klopfte harsch an der Tür. John trat ein.

„Magister, verzeiht die Unterbrechung, aber….“
„Was fällt dir eigentlich ein?“

Underberg stand an seinem OP-Tisch, eine blutige Schürze um und eine Knochensäge in der Hand. Der Patient, eine Wache, wimmerte leise. Ein Fuß lag einsam auf dem Boden.

„Siehst du nicht, dass ich mal wieder einen deiner Leute zusammenflicke? Habe ich dir nicht gesagt, du sollst zusehen, dass sie ihre Stiefel füttern?“

„Magister, einer unserer Jäger entdecke Nordmänner am Flussufer, oben in den Bergen. Sie scheinen Schiffbruch erlitten zu haben.“
Der Magister schnalze mit der Zunge und wischte sich die Hände an der Schürze ab.

„Hat der Jäger Beute mitgebracht?“
John blinzelte. „Ähm…“
„Und wieso behelligst du mich mit solchen Dingen? Geh zum Gouverneur… Achja, da war ja was.“

Ärgerlich warf er die Säge in seine Tasche, tätschelte der Wache das Knie.
„Ich bin gleich wieder da“

Underberg ging den Turm hinauf, gefolgt von John. Underberg zog ein paar Münzen aus einem Beutel und gab sie dem Hauptmann.

„Für den Jäger, er soll sie weiter beobachten“
John nickte und wand sich zur Tür.
„Und John, ich weiß wie viele Münzen ich dir gab. Sieh zu, dass sie auch beim Jäger ankommen. Auf dem Tisch ist noch Platz.“

John nickte und ging hinaus. Underberg zog einen Federkiel und ein Pergament zu sich und begann zu schreiben.

„Wird Zeit, dass Ihr Euren Urlaub beendet, lieber Gouverneur.“

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